• info@spd-fraktion-spandau.de
  • 90279 2407

Pläne für Insel Gartenfeld „unausgegoren“

  • -

Pläne für Insel Gartenfeld „unausgegoren“

Als „unausgegoren“ hat die Spandauer SPD die Pläne für das neue Stadtviertel auf der Insel Gartenfeld in Haselhorst bezeichnet. Nach einer Sitzung des Stadtentwicklungs-Ausschusses der BVV sagte der fachpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ali Hotait: „Nach wie vor völlig ungeklärt ist die Verkehrsanbindung, das Gelände ist mit Bus und Bahn kaum zu erreichen. Nach dem Prinzip Hoffnung einfach mal eine Straßenbahn einzuplanen oder einen S-Bahn-Anschluss ins Gespräch zu bringen, obgleich beides kaum in den nächsten Jahren kommen kann, ist auch nicht allzu seriös.“

Auf dem Teil der Insel, auf dem Wohnungen entstehen sollen, wollen die Planer vor allem den Rad- und Fußverkehr fördern. „Keine Autos und keine Bahn ist keine Lösung“, sagte Hotait. „Dabei ist klar, dass ein so großes Viertel allein mit Bussen kaum an die Stadt angebunden werden kann.“ Die SPD verweigerte angesichts der vielen ungelösten Probleme den bisherigen Planungen ihre Zustimmung und nahm die vorgestellten Berichte im Ausschuss lediglich zur Kenntnis.

Hotait erinnerte daran, dass Spielplätze, ein Sportplatz, Schulen, Kitas oder Geschäfte geplant werden müssten. „Bevor nicht feststeht, dass die soziale Infrastruktur stimmt, wird es von der SPD kein grünes Licht für das Projekt geben“, sagte Hotait. So sei das Gewerbegebiet, in dem es auch Schwerverkehr geben werde, wohl kaum ein geeigneter Ort für eine Schule. „Es wird ohnehin nicht reichen, nur eine Grundschule zu bauen.“ Hotait schlug vor, von Anfang an eine Gemeinschaftsschule zu planen, die bis zum Abitur führt.

Ferner verwies Bezirksstadtrat Frank Bewig (CDU) im Ausschuss erneut auf angebliche rechtliche Probleme und wollte lediglich zusagen, die Schaffung von Sozialwohnungen zu prüfen, ohne sich auf einen im Bebauungsplan zu beschreibenden Umfang festzulegen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Hass rief den Stadtrat auf, seinen Widerstand gegen die für ganz Berlin geltende Regelung aufzugeben, wonach in jedem Quartier 30 Prozent Sozialwohnungen gebaut werden müssen. „Es geht darum, auch in Spandau mehr Wohnraum für ganz normal arbeitende Menschen zu schaffen, die die ständig steigenden Mieten nicht mehr bezahlen können und schlicht auf Sozialwohnungen angewiesen sind. Deshalb werden wir nicht locker lassen und das Berliner Modell bei allen Bauvorhaben im Bezirk einfordern.“

Share Button

Möchten Sie mehr über die SPD in Spandau erfahren?